Neben den klassischen Erd- und Feuerbestattungen gibt es außergewöhnliche Möglichkeiten einer Beisetzung.

Selbstbestimmung bis zum Schluss

Menschen tendieren immer mehr zu Vorsorge und sogar Nachhaltigkeit ist ein Thema. 

Ein Auszug aus einem Artikel der Augsburger Allgemeine von Sophia Huber

[…] Dass der Trend weg von den klassischen Friedhofsbestattungen geht, zeigt das Interesse für Ruhewälder der fürstlichen Familie zu Oettingen-Wallerstein. Carl Eugen Erbprinz zu Oettingen-Wallerstein und seine Kollegen sind derzeit in den Planungen für den dritten Ruhewald in der Nähe von Fremdingen. Der erste wurde vor einem Jahr in dem Bereich des Harburger Bocks erschlossen, kurz darauf folgte der zweite in einem Buchenwald auf der Ostalb. „Wir haben sehr viele Vorsorgekunden, die sich gerne lange im Voraus einen Baum aussuchen“, sagt Oettingen-Wallerstein. Zweimal im Monat bietet die fürstliche Familie öffentliche Führungen in den Ruhewäldern an. „Die Termine sind kostenlos und ganz unverbindlich“, sagt er.

Er sieht für die Lebenden einen großen Vorteil in der Vorsorgeberatung: „Nach dem Tod ist erst einmal viel Chaos, wenn im Vorfeld schon viel geregelt wurde, ist das eine Erleichterung für die Angehörigen.“ Die Ruhewälder werden deutlich besser angenommen als er zuvor gedacht habe. Gerade für die Deutschen habe der Wald eine große Bedeutung und sei mit dem Tod eines der natürlichsten Dinge der Welt.

Zu Oettingen-Wallerstein ist der Meinung, dass die Atmosphäre in einem Ruhewald eine ganz andere sei: „Man geht mit Kindern eher mal im Wald spazieren als auf dem Friedhof. Bei einem Waldbesuch kann man die Verstorbenen ohne das beklemmende Friedhofsgefühl besuchen.“ In den Ruhewäldern gebe es die Möglichkeit, einen Familienbaum zu kaufen. Sollten die Enkel dann einmal nicht mehr in der Heimat wohnen und woanders beigesetzt werden, ist der Gedanke eines gemeinsamen Familienortes trotzdem schön, meint der Unternehmer. „Es gab sogar einmal Nachbarn, die haben sich gemeinsam einen Baum gekauft, die trennen sich sozusagen nie“, erzählt er. Um die Grabpflege im Wald kümmere sich die Natur. Er habe die Erfahrung gemacht, dass damit der Druck von vielen Angehörigen falle. Vor allem ältere Menschen würden sich Gedanken darüber machen, wie das Grab, das sie pflegten, aussehe.[…]

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