Süddeutsche Zeitung: Serie “Wald und Mensch”

900 Jahre reicht das Haus der Fürsten zu Oettingen-Wallerstein zurück. Carl-Eugen, der Erbprinz, hat nicht nur drei Schlösser, sondern auch 11 000 Hektar Wald übernommen – das Hauptgeschäft der Familie. Eine Geschichte über Demut und Verantwortung.

Ein Auszug aus dem Artikel “Im Namen der Enkel und Ahnen” der Süddeutschen von Florian Fuchs

Vorne liegt der Eingang, zum Ruhebaum-Wald: drei Hektar schönster Mischwald, Buchen und Fichten, Lärchen und Kiefern. Statt auf einem Friedhof können sich Menschen seit drei Jahren hier in einer biologisch abbaubaren Urne unter einem Baum bestatten lassen. “Eine Herzensangelegenheit”, sagt Carl-Eugen zu Oettingen-Wallerstein.

Statt auf die mit Hackschnitzeln bestreuten Wege des Ruhewalds zeigt der Statthalter eines der ältesten Adelsgeschlechter Deutschlands aber erst einmal hinter seinen Rücken: Ein jüdischer Friedhof aus dem 17. Jahrhundert ist dort zu sehen, den die Herrscher damals der jüdischen Gemeinde zur Verfügung gestellt haben. Oettingen-Wallerstein sagt: “Da hatten meine Vorfahren schon ein ähnliches Thema, wie ich es 400 Jahre später direkt auf der anderen Seite umgesetzt habe.” [….]

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